Ein gleichmäßiger Schmierstoffauftrag trägt dazu bei, Umformprozesse stabil zu halten und Werkzeuge gezielt zu entlasten. Bei der Walzenbeölung übertragen Walzen das Medium direkt auf Bänder, Bleche oder Platinen. Wechselnde Breiten, anspruchsvolle Geometrien oder gezielt zu beölende Bereiche können jedoch mehr Flexibilität erfordern. WERUCON entwickelt kontaktlose Lösungen, die den Schmierstoff bedarfsgerecht auftragen, ohne das Werkstück zu berühren.
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Wir sind Experten für modernste Dosiertechnik. Bei Fragen rund um kontaktlose Beölung kontaktieren Sie uns gerne.
Walzenbeölung: Funktionsprinzip und typische Anwendungen
Bei der Walzenbeölung übertragen Auftragswalzen den Schmierstoff durch direkten Kontakt auf die Materialoberfläche. Je nach Konstruktion läuft das Material zwischen einer Ober- und einer Unterwalze hindurch oder wird nur auf einer Seite beölt. Häufig kommen Walzen aus Filz, Bürstenmaterial oder vergleichbaren saugfähigen Werkstoffen zum Einsatz.
Bei durchlaufendem Bandmaterial wird auch von Rollenbandbeölung gesprochen. Der ebenfalls gebräuchliche Begriff „Kontaktbeölung“ verweist auf das Funktionsprinzip und darf nicht mit der kontaktlosen Beölung verwechselt werden.
Eine Walzenbeölung kommt vor allem unter folgenden Bedingungen infrage:
- Werkstücke: weitgehend ebene Bänder, Bleche oder Platinen
- Abmessungen: möglichst konstante Materialbreiten und -dicken
- Schmierstoffauftrag: gleichmäßige, flächige Benetzung einer oder beider Seiten
- Einsatzbereiche: Stanzen, Biegen, Tiefziehen und Profilieren
Ein passend ausgelegter Rollenbandöler kann unter diesen Voraussetzungen einen gleichmäßigen Auftrag ermöglichen. Die Walzenbreite, der Walzenabstand und die Anstellung müssen dabei zur Materialdicke, zur Vorschubbewegung und zur benötigten Schmierstoffmenge passen.
Erfordert der Prozess eine flexiblere Anpassung an Werkstückbreiten, Geometrien oder Auftragsmengen, setzt WERUCON auf die kontaktlose Bandbeölung. Dabei tragen Düsen den Schmierstoff gezielt und ohne direkten Kontakt zum Werkstück auf.
Wechselnde Werkstücke stellen Walzensysteme vor Herausforderungen
Die Walzenbeölung spielt ihre Stärken vor allem bei konstanten Materialabmessungen und gleichbleibenden Auftragsflächen aus. Wechseln Breiten, Dicken oder zu beölende Bereiche häufig, sind zusätzliche Einstellungen oder Umrüstungen erforderlich. Ein ausschließlich zonenweiser oder punktueller Schmierstoffauftrag lässt sich mit klassischen Walzen ebenfalls nur eingeschränkt realisieren.
Auch die Geometrie des Werkstücks spielt eine entscheidende Rolle. Bei unebenen, bereits umgeformten oder komplex geformten Teilen erreicht die Walze möglicherweise nicht alle gewünschten Bereiche. Gleichzeitig beansprucht der direkte Kontakt sowohl die Walzen als auch die verwendeten Auftragsmaterialien mechanisch. Ob eine Walzenlösung oder ein kontaktloses System besser geeignet ist, richtet sich daher nach den Werkstücken, den gewünschten Auftragszonen und den Abläufen in der Fertigung.
Walzenbeölung und kontaktlose Beölung im Vergleich
Welches Verfahren am besten zum Prozess passt, hängt von den Werkstücken, den gewünschten Auftragsbereichen und der erforderlichen Flexibilität ab. Der direkte Vergleich zeigt, wie sich die beiden Beölungsprinzipien unterscheiden:
| Kriterium | Walzenbeölung | Kontaktlose Beölung |
| Auftragsprinzip | Schmierstoffübertragung über Walzen | Auftrag über Spray- oder Dosierventile |
| Werkstückkontakt | Direkter Kontakt mit der Materialoberfläche | Kein direkter Kontakt |
| Auftragsbereiche | Vorwiegend flächiger Auftrag | Flächiger, zonenweiser oder punktueller Auftrag |
| Geometrien | Besonders für ebene Materialien geeignet | Auch für unebene oder geformte Teile konfigurierbar |
| Anpassung | Änderungen am Walzensystem können erforderlich sein | Ventile lassen sich flexibel positionieren und einzeln oder in Gruppen ansteuern |
| Steuerung | Abhängig von der jeweiligen Anlagenkonstruktion | In automatisierte und getaktete Prozesse integrierbar |
Wenn wechselnde Breiten, komplexe Geometrien oder klar definierte Auftragszonen eine präzise Steuerung erfordern, setzt WERUCON auf die kontaktlose Beölung. Positionierbare Ventile tragen den Schmierstoff gezielt dort auf, wo er im Fertigungsprozess benötigt wird.
Kontaktlose Beölung von WERUCON: präzise ohne Walzen
WERUCON trägt Schmierstoffe mit Spray- und Dosierventilen auf, ohne das Werkstück zu berühren. Flachstrahldüsen benetzen Bänder und Flächen gleichmäßig, während Rundstrahldüsen den Schmierstoff gezielt auf definierte Bereiche richten.
Die Ventile lassen sich einzeln oder in Gruppen ansteuern und an unterschiedliche Breiten und Auftragszonen anpassen. Eine Flachstrahldüse erreicht je nach Konfiguration eine Sprühbreite von bis zu 200 Millimetern. Für größere Arbeitsbereiche können mehrere Düsen kombiniert werden.
Von der Minimalmenge bis zur gezielten Nachbeölung
Bei Durchlaufsprühsystemen reicht die Dosierung von der Minimalmengenschmierung bis zum Auftrag größerer Mengen. Je nach Konfiguration können die Systeme mit bis zu zwei Schmierstoffen arbeiten. Der kontrollierte, nebelarme Auftrag ohne Nachtropfen kann Medienverluste und den Reinigungsaufwand reduzieren. Eine Einhausung ist bei geeigneter Auslegung in der Regel nicht erforderlich.
Die kontaktlose Dosiertechnik lässt sich auch in automatisierte Abläufe und in Schnellläufermaschinen integrieren. Soll der Schmierstoff direkt innerhalb des Werkzeugs zugeführt werden, ergänzt eine Werkzeuginnenölung die flächige Beölung.
Welche Beölung passt zu Ihrem Prozess?
Eine zuverlässige Beölung beginnt mit den tatsächlichen Bedingungen in Ihrer Fertigung. WERUCON betrachtet deshalb nicht nur das Medium und die gewünschte Dosiermenge, sondern den gesamten Prozess:
- Schmierstoff: Art und Viskosität des Mediums
- Dosierung: erforderliche Auftragsmenge
- Werkstück: Bandbreite, Materialdicke und Geometrie
- Auftragsbild: ein- oder beidseitiger sowie flächiger, zonenweiser oder punktueller Auftrag
- Fertigungsablauf: Vorschubgeschwindigkeit, Hubzahl und Maschinensteuerungmaximale Flexibilität durch einzelne oder in Gruppe schaltbare Sprayventile
- Integration: verfügbarer Einbauraum sowie geplante Produkt- oder Medienwechsel
Auf dieser Grundlage stimmt WERUCON die Düsen, die Dosierung und die Ansteuerung auf Ihre Anwendung ab. So entsteht eine kontaktlose Lösung, die sich zuverlässig in den vorhandenen Fertigungsprozess integrieren lässt.
Sie möchten klären, ob eine kontaktlose Beölung Ihr bisheriges System ersetzen oder gezielt ergänzen kann? Gemeinsam entwickeln wir eine Lösung, die für Ihr Medium, Ihr Werkstück und Ihren Produktionsablauf geeignet ist.
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FAQ zur Walzenbeölung
Was versteht man unter Walzenbeölung?
Bei der Walzenbeölung übertragen Walzen den Schmierstoff durch direkten Kontakt auf Bänder, Bleche oder Platinen. Das Verfahren eignet sich vor allem für eine gleichmäßige, flächige Applikation auf weitgehend ebenen Materialien.
Sind Walzenbeölung und Rollenbandbeölung dasselbe?
Beide Begriffe beruhen auf demselben Auftragsprinzip. Von Rollenbandbeölung wird in der Regel bei durchlaufendem Bandmaterial gesprochen. Walzenbeölung ist weiter gefasst und kann auch die Beölung einzelner Bleche oder Platinen einschließen.
Welche Vorteile bietet eine kontaktlose Beölung?
Kontaktlose Systeme tragen den Schmierstoff auf, ohne das Werkstück zu berühren. Je nach Auslegung ist ein flächiger, zonenweiser oder punktueller Auftrag möglich. Dadurch lässt sich die Beölung flexibel an wechselnde Breiten, unterschiedliche Geometrien und individuelle Dosieraufgaben anpassen.
Bietet WERUCON Anlagen zur Walzenbeölung an?
Statt Walzenbeölungsanlagen oder Rollenbandölern entwickelt WERUCON kontaktlose Beölungssysteme. Die Düsen, die Dosierung und die Ansteuerung werden dabei auf das verwendete Medium, das Werkstück und den jeweiligen Fertigungsprozess abgestimmt.
